Jede Bekleidung trägt eine abZ-Nummer und kommt mit Übereinstimmungserklärung. Ohne abZ keine Abnahme — auch bei Beschichtungen und Spritzputzen.
Brandschutzverkleidungen sind Plattenkonstruktionen, beschichtete Aufbauten oder Mineralwoll-Systeme, die tragende Bauteile, Lüftungskanäle und Stahlträger für 30, 60, 90 oder bis 120 Minuten vor Erwärmung und Tragfähigkeitsverlust schützen. Erst die Verkleidung macht aus einem ungeschützten Stahlträger, einem nackten Lüftungskanal oder einem brennbaren Holzbalken in Hilden ein F30/F90-konformes, abnahmefähiges Bauteil.
Im Unterschied zur Brandschutztür wirkt die Verkleidung nicht abschnittsbildend, sondern bauteilerhaltend. Der Stahlträger bleibt im Brandfall tragfähig, weil die Verkleidung die kritische Temperatur von etwa 500 °C — bei der unbeschützter Stahl seine Tragkraft verliert — für die definierte Dauer hinauszögert. Lüftungskanäle behalten ihre Funktion und werden nicht selbst zum Brandweg, Holzbalken behalten ihren Querschnitt.
Die Wahl des Systems hängt von Bauteil, Optik und Sichtbarkeit ab. Bei verstecktem Bau — hinter Abhangdecke, in Schächten, in Trockenbauwänden — sind Plattenbekleidungen aus Promatect, Fermacell oder Knauf der Standard. Bei sichtbarem Stahlbau in Foyer-Bereichen oder Industriearchitektur kommen intumeszente Beschichtungen zum Einsatz, die im Brandfall aufschäumen und eine isolierende Schicht bilden — die Optik des Stahls bleibt im Normalbetrieb erhalten.
Sanierung und Nachrüstung im Bestand in Hilden ist alltäglich: Bestandsdecken aus Holzbalken werden bei Aufstockungen oder Nutzungsänderungen auf F30 ertüchtigt, Lüftungstrassen in Sonderbauten nachträglich mit F90 versehen, Aufzugsschächte bei Bestandssanierung auf F90 angepasst. Wir prüfen vor Ort, welches System wirtschaftlich und technisch passt — Plattenwahl, Befestigung, Anschlussdetails und vor allem die saubere Doku der Übergangsstellen zu anderen Bauteilen.

