Brandschutztüren prüfen nach DIBt, ASR A1.7 und einschlägiger Verwendbarkeitsnachweis

Wer prüft Brandschutztüren, wie oft, was genau? Die drei Regelwerke erklärt: DIBt-Empfehlungen für Feuerschutzabschlüsse, ASR A1.7 für kraftbetätigte Türen, einschlägiger Verwendbarkeitsnachweis für automatische Systeme.

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Brandschutztüren prüfen nach DIBt, ASR A1.7 und einschlägiger Verwendbarkeitsnachweis

Drei Regelwerke — welches gilt wann?

DIBt (Deutsches Institut für Bautechnik): Gibt über die Herstellerempfehlungen die jährliche Wartung manueller Brandschutztüren vor — die typische „Feuerschutz-Jahreswartung". Basis: Zulassungsdokument (abZ / aBG) des Hersteller-Systems.

ASR A1.7 (Technische Regel für Arbeitsstätten): Regelt die Prüfung kraftbetätigter Türen und Tore in Arbeitsstätten. Jährlich Pflicht durch eine befähigte Person.

einschlägiger Verwendbarkeitsnachweis (Automatische Türsysteme): Definiert Sicherheits-Anforderungen für automatische Türen (Dreh-, Schiebe-, Falttüren) und ist die Basis für die ASR-A1.7-Prüfung.

Manuelle Brandschutztür: Wartung nach DIBt

Bei manuellen Brandschutztüren (Standard T30 / T60 / T90 mit Drücker) ist die Jahreswartung nach Herstellerempfehlung und DIBt-Verwendbarkeitsnachweis (abZ / aBG) pflichtig. Geprüft werden Selbstschließung, Dichtungen, Drücker/Schloss, Zargenanker, Schließfolgeregler, Panikbeschlag (falls vorhanden). Der Prüfer muss für das jeweilige Hersteller-System geschult sein.

Kraftbetätigte Brandschutztür: Prüfung nach ASR A1.7 + einschlägiger Verwendbarkeitsnachweis

Bei elektrisch oder hydraulisch angetriebenen Brandschutztüren kommt zur Wartung die gesetzlich zwingende Sicherheitsprüfung nach ASR A1.7 hinzu. Geprüft werden: Sicherheitsleisten, Schließkantensicherung, Lichtgitter, Kontaktmatten, Not-Aus, Schließkraft-Messung an der Hauptschließkante (≤ 150 N dauerhaft, ≤ 80 N für schwache Personen nach den einschlägigen Verwendbarkeitsnachweisen).

Ohne aktuelles Prüfprotokoll darf die Tür nicht betrieben werden. Bei Unfall haftet der Betreiber persönlich.

Wer darf prüfen?

Für beide Prüfungen: Fachfirma mit Hersteller-Schulung und DIBt-Zertifikat für das jeweilige Tür-System. Hilfreich: ein Unternehmen, das beide Regelwerke abdeckt, spart Ihnen Doppelanfahrten und Papierkram.

Häufige Befunde

Selbstschließer gedrosselt oder defekt (Tür schließt nicht vollständig) — häufigster Mangel. Dichtungen spröde oder fehlen. Unzulässiger Keil oder Feststellband — häufig in Büros, aber ein kritischer Mangel. Lackierte Zargen ohne Anpassung der Dichtungsnut. Nachträglich angebrachte Türstopper oder Beschläge ohne Hersteller-Freigabe.

Aus den Prüfprotokollen von Abels Brandschutz: In NRW-Bestandsobjekten älter als 10 Jahre finden wir bei rund 35 % der Brandschutztüren mindestens einen mangelbehafteten Punkt. Bei Schulen und öffentlichen Gebäuden steigt die Quote auf 50 %, weil dort Türen häufiger durch Nutzung mechanisch beansprucht werden — Treppenhaus-Türen, Klassenraum-Abschlüsse, Toiletten-Vorräume.

Kosten und Vertragsmodelle

Eine Einzel-Wartung kostet bei einer manuellen Brandschutztür typisch 35–65 € netto, bei einer kraftbetätigten Tür mit ASR-A1.7-Prüfung 80–150 €. Reparaturen — defekter Schließer, neue Dichtung, Beschlag-Tausch — werden separat ausgewiesen, mit Materialpreis plus Zeitaufwand.

Ab etwa 8–10 Türen lohnt sich ein Wartungsvertrag mit Jahres-Pauschale. Beispiel: Mittelständischer Industriebetrieb mit 35 manuellen und 6 kraftbetätigten Brandschutztüren — Jahres-Pauschale typisch 2.000–2.800 € netto, inklusive Notdienst-Priorisierung, digitalem Prüfregister und einem festen Ansprechpartner.

Wartungsverträge mit Abels Brandschutz beinhalten standardmäßig: jährliche Prüfung aller Türen, halbjährliche Sichtkontrolle bei kraftbetätigten Anlagen, Prioritäts-Notdienst innerhalb 24 h in NRW, digitales Türen-Kataster mit Fotoarchiv, automatische Erinnerung an wiederkehrende Prüfungen, Beratung bei Umbauten und Nachrüstungen.

Ablauf einer Brandschutztür-Prüfung durch Abels Brandschutz

Eine Standard-Tür-Prüfung dauert 12–20 Minuten pro Tür, eine kraftbetätigte Tür mit ASR-A1.7-Sicherheitsprüfung 25–40 Minuten. Wir kommen zum vereinbarten Termin in Ihr Objekt — überall in Nordrhein-Westfalen — und arbeiten Tür für Tür ein 18-Punkte-Protokoll ab: Identifikation der Tür über Typenschild, Sichtprüfung der Zarge und des Türblatts, Funktionsprüfung des Selbstschließers, Schließfolge bei Doppelflügeltüren, Dichtungen, Drücker und Schloss, Panik-Beschlag, ggf. Sicherheitsleisten und Lichtgitter bei kraftbetätigten Türen.

Bei einem festgestellten Mangel dokumentieren wir mit Foto, kategorisieren nach Schweregrad (A=sofort, B=zeitnah, C=Hinweis) und stimmen die Reparatur direkt mit dem Vor-Ort-Ansprechpartner ab. Kleine Mängel — Selbstschließer-Justage, Dichtungs-Tausch, Schließbleche-Justage — beheben unsere Monteure am gleichen Tag. Größere Reparaturen werden im Wartungsbericht aufgeführt und gesondert beauftragt.

Sie erhalten am Ende des Tages eine PDF-Wartungsbescheinigung mit allen geprüften Türen, dem nächsten Prüftermin und einer übersichtlichen Mängel-Tabelle. Im digitalen Türen-Kataster sehen Sie jeden Eingriff, jedes Foto, jedes Ersatzteil — ein lückenloser Nachweis für Versicherer, Bauaufsicht und Sachverständige.

Rechtsfolgen versäumter Tür-Prüfung

Eine versäumte Brandschutztür-Wartung hat dieselbe rechtliche Tragweite wie bei anderen Brandschutzeinrichtungen, ist aber im Schadenfall meist sichtbarer als bei verdeckten Anlagen wie RWA oder Abschottungen. Wer im Versicherungsfall keine aktuelle Wartungsbescheinigung vorlegen kann, riskiert bei der Schadensregulierung erhebliche Kürzungen — die Versicherer berufen sich auf VdS 2095 und DIN 14096 (Brandschutzordnung).

Bei kraftbetätigten Türen kommt eine Besonderheit hinzu: Ohne aktuelles ASR-A1.7-Protokoll darf die Tür im Automatikbetrieb nicht weiter genutzt werden. Tut der Betreiber es trotzdem und es kommt zu einem Personenschaden (eingeklemmte Person, Schließkraft-Verletzung), haftet er nach § 823 BGB persönlich, und die Berufsgenossenschaft prüft nach § 3 ArbSchG eine Ordnungswidrigkeit.

In NRW-Sonderbauten (Krankenhäuser, Schulen, Versammlungsstätten) ist die jährliche Tür-Wartung Bestandteil des Erlaubnisbescheids. Die Bezirksregierungen prüfen bei wiederkehrenden Begehungen die Wartungsdokumentation. Fehlt sie, kann der Bescheid in Frage gestellt werden — mit Auflagen bis zur teilweisen Schließung.

Häufige Fragen.

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